Modern

Messiaen: Visions de l’Amen

2 Klaviere & Orgel

Mittwoch, 30.09.2026 · 19:30 Uhr VVK: € 18, AK: € 22, Ermäßigt: € 16, Kinder bis 12 Jahre frei

Künstler*innen

Veranstaltung

Mittwoch, 30.09.2026 · 19:30 Uhr

Tersteegenkirche, Schuke-Orgel (III/31)
Tersteegenkirche
Tersteegenplatz 1
40474 Düsseldorf

Eintritt

VVK: € 18, AK: € 22, Ermäßigt: € 16, Kinder bis 12 Jahre frei

Ticket

Dieser epochale Konzertabend blickt tief in das theologische und klangliche Universum von Olivier Messiaen, dessen Werk wie kein anderes von der heiligen Zahl Sieben als Symbol der göttlichen Vollendung getragen wird. Zu Beginn macht Odilo Klasen mit dem monumentalen Frühwerk Apparition de l’Église éternelle das Erscheinen der ewigen Kirche im Raum physisch spürbar.

Im Zentrum stehen die monumentalen Visions de l’Amen für zwei Klaviere, deren legendäre Uraufführung im besetzten Paris des Jahres 1943 Musikgeschichte schrieb. In sieben Sätzen beschreibt das Werk das Einverständnis der Schöpfung mit dem göttlichen Willen – von der Geburt der Sterne über das Leiden Christi bis zur ekstatischen Vollendung des Kosmos. Frederike Möller und Yukiko Fujieda entfesseln an den Klavieren diese sieben Visionen, dramaturgisch durchbrochen von Odilo Klasen an der Orgel mit der Meditation Le Fils, Verbe et Lumière.

Hierbei schließt sich ein faszinierender, historischer Kreis zur Musikstadt Düsseldorf: Messiaen selbst führte die Visions de l’Amen einst gemeinsam mit seiner Ehefrau, der legendären Pianistin Yvonne Loriod, in der Düsseldorfer Johanneskirche auf. Seine visionäre Tonsprache prägte die rheinische Avantgarde über Generationen hinweg. Ein hochkarätiges Erlebnis, das pure Leidenschaft und theologische Tiefe zu einem kosmischen Gesamtkunstwerk vereint.


Das Amen offenbart vier verschiedene Bedeutungen: Amen – es sei! Der Schöpfungsakt. Amen – ich unterwerfe mich, ich akzeptiere. Dein Wille geschehe! Amen, der Wunsch, die Sehnsucht nach Vereinigung. Amen, es ist, alles ist für immer fixiert, vollendet im Paradies. Ich habe versucht, diese so verschiedenen Reichtümer des Amen in sieben musikalischen Visionen auszudrücken – und damit zusammenhängend das Leben der Kreaturen, die allein durch das Schicksal ihrer Existenz schon ‚Amen‘ sagen.“

Olivier Messiaen

Gefördert von

Orgeldisposition

Erbaut von der Orgelbaufirma Schuke, Berlin, 1959
Kantor: Arno Ruus

Pedal, C-f1
Principal 16'   
Untersatz 16'   
Oktave 8'   
Hohlflöte 4'   
Bauernflöte 2'   
Rauschpfeife 3 fach
Posaune 16'   
Schalmei 4'   



Brustwerk im Schweller:
Manual III, C-g3
Holzgedackt 8'
Quintadena 4'
Gemshorn 2'
Tertian 2 fach
Sifflöte 1'
Cymbel 3 fach
Krummhorn 8'
Tremulant

Rückpositiv:
Manual I, C-g3
Rohrflöte 8'   
Principal 4'   
Waldflöte 2'   
Nassat 2 2/3'   
Oberton 3 fach   
Quinte 1 1/3'   
Scharff 3–5 fach   
Dulcian 8'   
Tremulant

Spielhilfen:
Koppeln: I/II, III/I, I/III, III/P, II/P, I/P
mechanische Traktur
mechanische Register
Schleiflade

Hauptwerk:
Manual II, C-g3
Quintadena 16'
Principal 8'
Spillpfeife 8'
Oktave 4'
Spitzflöte 4'
Rauschpfeife 1–2 fach
Mixtur 4–6 fach
Trompete 8'

Anfahrt

Tersteegenkirche, Schuke-Orgel (III/31)

Tersteegenkirche
Tersteegenplatz 1
40474 Düsseldorf

 

Haltestelle: Reeser Platz
Bahn: U78 / U79, Haltestelle „Reeser Platz“
Mit dem Auto: Parkplatz "Nordpark / Aquazoo"