Düsseldorf im Orgelfieber

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Simon Rummel

Simon Rummel war Sängerknabe, bevor er in Köln und Düsseldorf Musik und Bildhauerei studierte. Zur Erkundung unbekannter Tonkombinationen hat er aus Holz verschiedene Apparaturen gebaut, die wie musikalische Kaleidoskope fortlaufend mikrotonale Harmonien oder Tonfolgen erzeugen. Einige dieser Arbeiten sind künstlerische Kollaborationen. Der Künstlerverein Walkmühle in Wiesbaden zeigte 2023 mit der Ausstellung „In den Klang hineingehen“ eine Gesamtschau dieser Konstruktionen.
Simon Rummel arbeitet als Kirchenmusiker an der Tersteegenkirche in Köln-Dünnwald, außerdem als Chorleiter. Seit gut zehn Jahren hat er ein eigenes Ensemble mit zehn Musikern, die allesamt gerne improvisieren. Mit seinem Ensemble legte er beim deutsch-französischen Label „Umlaut Records“ vier CDs vor. Er ist außerdem als Bühnenmusiker im Bereich Tanz tätig sowie als Komponist von Filmmusik. 2009 war er „Improviser in Residence“ in Moers, 2013 Träger des Bernd-Alois-Zimmermann-Stipendiums für Komposition der Stadt Köln.
Auf dem Festival Acht Brücken in Köln wurde 2024 eine Komposition für Instrumentalensemble und 22 weitere Spieler eines großen Gläserspiels aufgeführt. Ein Schwerpunkt seiner Musik liegt auf dem Aspekt der Mikrotonalität und auf der Langsamkeit, die nötig ist, damit das Ohr den entsprechenden Veränderungen und Modulationen folgen kann.