Modern
Gesänge gegen die Nacht
Orgel, Stimme & Ensemble
Donnerstag, 15.10.2026 · 19:30 Uhr VVK: € 14, AK: € 18, Ermäßigt: € 12
Künstler*innen
Veranstaltung
Donnerstag, 15.10.2026 · 19:30 Uhr
Petruskirche, Peter-Orgel (IV/48)
Ev. Petruskirche
Am Röttchen 10
40468 Düsseldorf
Eintritt
VVK: € 14, AK: € 18, Ermäßigt: € 12
Ticket
Dieser Konzertabend führt direkt in die Grenzbereiche unseres Daseins und gleicht einer existenziellen Reise der Seele durch die Zonen des menschlichen Schmerzes, des Widerstands und der spirituellen Verwandlung. Den intimen, schlichten Auftakt bildet das barocke Kleinod Bist du bei mir, das sich voller Liebe der unaufhaltsam hereinbrechenden Nacht des Todes stellt. Es folgt das eindringliche Werk Sing against the Breaking Night von Daniel Glaus – ein klanglicher Akt des unbezwingbaren Widerstands gegen die Schrecken des russischen Angriffskrieges. Den gläsernen, schwebenden Übergang formen György Kurtágs vierhändige Bach-Transkriptionen, die das Leid der Endlichkeit in eine tröstliche, kontemplative Ordnung transformieren.
Im Zentrum des Abends steht die Uraufführung Meet Me at the Edge für Orgel und Ensemble von Laura Marconi und Gianluca Castelli. Als visuelle Inspiration diente das Werk von Chiharu Shiota. Die Künstlerin erklärt, dass Kleidung eine „zweite Haut“ darstellt, die die Erinnerung an den Menschen bewahrt, und dass die Grenzen unseres Daseins – „wie etwa jene zwischen dem Inneren und Äußeren unseres Körpers, zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren oder zwischen dem Mikroskopischen und dem Makroskopischen“ – illusorisch sind.
Diese transzendente Erfahrung korrespondiert mit Robert Wrights Buch Why Buddhism Is True, in dem erörtert wird, wie Schmerz durch Meditation als ein Ereignis außerhalb des eigenen Körpers betrachtet werden kann, „genau wie der Gesang eines Vogels oder das Läuten einer Glocke in der Ferne“. Ausgehend von der trennenden Note Gis entfaltet sich ein Dialog, „ein Versuch der Zusammengehörigkeit, ein Tanz zwischen zwei Seelen, die, obwohl sie noch immer klar getrennt sind, danach streben, sich zu vereinen“. Marconi und Castelli fragen: „Wird danach eine neue Grenze Gestalt annehmen, nur um zu zerfallen und sich dann immer wieder neu zu bilden, ad infinitum?“
Gefördert von
Erbaut
von Willi Peter, Köln, 1962
Pedal, C-f1
Prinzipal 16'
Subbaß 16'
Octavbaß 8'
Trichtergedeckt 8'
Gemshorn 4'
Rauschwerk 4 fach
Contrafagott 32'
Posaune 16'
Feldtrompete 4'
Brustwerk:
Manual III, C-g3
Holzgedeckt 8'
Quintade 8'
Rohrtraverse 4'
Praestant 2'
Sing. Nachthorn 2'
Rohrgemsquinte 1 1/3'
Zimbel 3 fach 1/2'
Vox humana 8'
Tremolo
Hauptwerk:
Manual I, C-g3
Rohrpommer 16'
Prinzipal 8'
Gedecktflöte 8'
Octave 4'
Koppelflöte 4'
Doppelrohrflöte 4'
Rohrnasat 2 2/3'
Superoctave 2'
Rohrterz 1 3/5'
Mixtur 6 fach 2'
Trompete 8'
Chororgel:
Manual IV, C-g3
Gemshorn 8'
Rohrgedackt 8'
Prinzipal 4'
Sing. Nachthorn 4'
Rohrschweizerpfeife 2'
Rauschpfeife 3 fach
Glöckleinton 1 1/3'
Rohrkrummhorn 8'
Barem 16'
Offenflöte 8'
Tremolo
Schwellwerk:
Manual II, C-g3
Holzprinzipal 8'
Bleigedackt 8'
Prinzipal 4'
Traversflöte 4'
Octave 2'
Jauchzend Pfeife 1'
Span. Hintersatz 3 fach 1 1/3'
Scharf 4-6 fach 1'
Basson-Schalmei 16'
Clarino 8'
Tremolo
Spielhilfen:
Koppeln: III/II, IV/I, III/I, II/I, IV/P, III/P, II/P, I/P
elektrische Spieltraktur
elektrische Registertraktur
Schleiflade
2 Spieltische
Handregister
2 freie Kombinationen
Tutti
Petruskirche, Peter-Orgel (IV/48)
Ev. Petruskirche
Am Röttchen 10
40468 Düsseldorf
Haltestelle:
Am Röttchen
Bahn:
705 / 707
Bus:
729 / 730 / 760 / 810
Mit
dem Auto: Eingeschränkte Parkmöglichkeiten.
